Auf dieser Seite bieten wir Ihnen Zusatzinformationen zum Thema Mobbing und angrenzende Gebiete.
Globalisierung, Wirtschaftskrise und Mobbing
Globalisierung und Wirtschaftskrise haben die Arbeitsbedingungen für die Mehrheit der Arbeitnehmer verschlechtert. Immer häufiger konfrontieren global agierende Konzerne ihre Mitarbeiter mit der Forderung, für weniger Geld länger zu arbeiten - ansonsten müßten die Arbeitsplätze in Länder mit einem günstigeren Lohnniveau verlagert werden.
Das macht es Arbeitnehmern immer schwerer, für ihre Arbeitsleistung auch ein adäquates Gehalt zu bekommen. Die Zahl der befristeten Verträge nimmt zu und soziale Standards werden immer weiter abgebaut. Dies sowie ein steigender Konkurrenz- u. Leistungsdruck begünstigen das Enstehen von Mobbing.
Politik und Gewerkschaften können hier nur begrenzt helfen. Es liegt bei jedem Arbeitnehmer selbst, sein Arbeitsverhältnis "strategisch" zu gestalten (z.B. Aufbau einer nebenberuflichen Selbständigkeit etc.) und sich gegen unfaire Methoden zur Wehr zu setzen.
Mobbing im Öffentlichen Dienst
Im öffentlichen Dienst besteht die Besonderheit, daß Mobbing wegen der speziellen Struktur des Dienst- bzw. Beamtenverhältnisses seltener auf eine Beendigung der Zusammenarbeit hinausläuft.
Betroffene reagieren hier eher mit innerer Kündigung (Dienst nach Vorschrift). Dies resultiert aus der Erfahrung, dass auch erhöhte Anstrengungen keine Erfolge, sondern ebenfalls nur Misserfolge nach sich ziehen. Die Leistungen werden daher folgerichtig auf das notwendige Minimum reduziert und beziehen sich hauptsächlich auf die Vermeidung von Misserfolg.
Die innere Kündigung ist kein böser Wille, sondern ein natürlicher Schutzmechanismus, um weitergehende arbeitsbedingte Erkrankungen zu verhindern. Dies und die mobbing-bedingten Ausfallzeiten erhöhen wiederum den Arbeitsdruck für die verbleibenden Kollegen (und damit auch die Mobber).
