Mobbing hat seine Ursachen sowohl auf persönlicher als auch auf organisatorischer Ebene:
- Auf Mobber-Seite: Antipathie, Neid, Eifersucht, Angst vor Status-Verlust / Verlust des Arbeitsplatzes, Frustableitung, Rache, Ausgrenzung des Mobbing-Opfers wegen "Andersartigkeit".
- Auf Mobbing-Opfer-Seite: Selbstbewusstsein zu gering oder zu groß, geringe Sozialkompetenz; Neigung, sich leicht angegriffen oder gekränkt zu fühlen; soziale Benachteiligung, z.B. alleinerziehend.
- Organisatorische Ursachen: Unzureichende Abgrenzung von Zuständigkeiten / Aufgaben, Defizite im Führungsverhalten, hoher Leistungs- / Konkurrenzdruck, Umstrukturierungen, unbesetzte Stellen, unzureichende Fehler- und Konflikt-Kultur.
Am Anfang eines jeden Mobbing-Geschehens steht ein ungelöster Konflikt, der nach und nach eskaliert:
- Phase 1: Es kommt zu ersten Feindseligkeiten; plötzlich leistet jemand angeblich schlechte Arbeit oder ist nicht teamfähig. Wehrt sich der Betroffene, gerät er noch mehr in die Außenseiterrolle.
- Phase 2: Die Feindseligkeiten verdichten sich zu systematischen Schikanen. Die Mobbing-Akteure suchen sich Verbündete.
- Phase 3: Das Mobbingopfer beginnt aufgrund des permanent hohen Stresses Fehler zu machen. Es folgen Abmahnungen oder die Androhung einer Versetzung bzw. Kündigung.
- Phase 4: Die Ausgrenzung ist perfekt, es kommt zur Vertragsauflösung / (Eigen-)Kündigung.
